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Relikte im Atelier geraten in zufällige unerwartete und unfertige Konstellationen.

Benjamin entfaltet den Ort des dialektischen Bildes, als Konstellationen in denen „…die Welt als Figuren des Wissens zusammengehalten wird…“, wie es Sigrid Wiegel in ihrer Studie zu Benjamin “Entstellte Ähnlichkeit“ diskutiert. Der Begriff der Konstellation wird von Sternbildern abgeleitet, die Ideen verhalten sich zu den konkret erscheinenden Dingen, wie die Sterne zur Konstellation. Die Konstellationen liest Benjamin als Diskontinuität, die blitzartig aufleuchten und im Jetzt als ein situativ konstruiertes Verhältnis zur Vergangenheit, dass im Licht der Erinnerung hervortritt. Der aufmerksame Leser erzeugt die Sprachbilder der Wirklichkeit selbst. 

Denkbild und Sprachbild, aber auch Bild und Text werden dabei als eine ineinander greifende Struktur verstanden.




Fetisch -  Buch - Objekt 

Das Buch als Fossil der digitalisierten Gesellschaft, inzwischen oftmals wertloses und missachtetes Objekt der Massenkultur, kann in seiner Objekthaftigkeitals verschlossenes Zeichen für ein verborgenes hermetisches Wissen stehen, das nicht als Information abgerufen werden kann.

Trash/ Wunderkammer 2019
Details aus der Wunderkammer